Bestattungsverfügung

Mit einer Bestattungsverfügung legen Sie zu Lebzeiten fest, wie mit Ihrem Leichnam im Todesfalle zu verfahren ist, ob Sie eine Erdbestattung oder eine Feuerbestattung wünschen, wie die Trauerveranstaltungen ablaufen sollen und so weiter. Sie ist nicht speziell im deutschen Recht geregelt und unterliegt daher auch keiner bestimmten Form. Die Erklärung kann also auch mündlich erfolgen. Es bietet sich aber an, die Wünsche schriftlich festzulegen, damit im Todesfalle keine Zweifel aufkommen oder Erinnerungslücken der Verwirklichung Ihres Willens im Wege stehen. Gefragt werden können Sie dann nicht mehr!

Der kompetenteste Ansprechpartner ist in dieser Frage wohl ein Bestatter, weil er Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der Bestattungsgestaltung informieren und beraten kann – obgleich er auch ein Interesse daran haben wird, Ihnen bestimmte Formen zu empfehlen, an denen er besonders gut verdient; er ist eben kein Berater, sondern Verkäufer.

Eine Bestattungsverfügung als solche ist nicht rechtlich erzwingbar. Wenn Sie nicht auf den guten Willen Ihrer Beauftragten vertrauen wollen, sondern den Inhalt der Bestattungsverfügung juristisch durchsetzen wollen, gibt es Möglichkeiten die Bestattungsverfügung mit einer letztwilligen Verfügung zu kombinieren. In diesem Falle sollten Sie sich keinesfalls nur auf den Bestatter, sondern besser auf einen Fachanwalt für Erbrecht verlassen.