Schadensersatz im Bereich Arzthaftungsrecht

Geschrieben von DZPR am in Allgemein, Schmerzensgeld

„Ich will Schadensersatz“ ist einer der häufigsten Sätze von Mandanten gegenüber Ihrem Anwalt. Was der Jurist unter Schadensersatz versteht, ist umfangreich. Es geht natürlich um den Ausgleich eines nicht freiwilligen Vermögensopfers (im Gegensatz zur Aufwendung, die auf Freiwilligkeit beruht).

Es gibt zahlreiche Anspruchsgrundlagen im Arzthaftungsrecht, vertragliche, deliktische etc. (zum Beispiel: § 630a Abs. 1 BGB oder § 823 Abs. 1 BGB). Jede Anspruchsgrundlage hat andere Tatbestandsmerkmale, die erfüllt sein müssen, damit der Anspruch bejaht werden kann. Selbst wenn der Anspruch, wie es juristisch heißt „dem Grunde nach“ besteht, ist die Höhe desselben noch unklar. Dabei wird in der Regel nur der Vermögensschaden ersetzt (§ 249–252 BGB), ein Ersatz für immaterielle Schäden, Stichwort „Schmerzensgeld“, gibt es nur ausnahmsweise (§ 253 BGB), wobei ein mögliches Mitverschulden des Patienten bei der Höhe des Schadens berücksichtigt wird (§ 254 BGB).

Wenn ein Schmerzensgeldanspruch zwar im Gesetz die Ausnahme ist, ist diese doch in der juristischen Praxis des Arzthaftungsrechts die Regel. In einer steigenden Zahl von Fällen wird von den Patienten Schmerzensgeld eingeklagt. Welche Höhe dabei angemessen ist, kann ein Fachanwalt für Medizinrecht abschätzen. Tendenziell ist jedoch zu erkennen, dass die Gerichte stetig höhere Beträge zubilligen.

Weitere Artikel zum Thema Schmerzensgeld finden Sie auf unserer Website.

Zu den Themen Anspruchsgrundlagen, Tatbestandsmerkmale, Schadenshöhen sind weitere Patienten-Informationen in Vorbereitung und werden voraussichtlich 2015
erscheinen.

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