Beiträge mit Tag ‘Behandlungsfehler’

§ 630f BGB leicht erklärt: Dokumentation der Behandlung

Geschrieben von DZPR am in Allgemein, Patientenrechtegesetz

Fortsetzung der Blogartikel Patientenrechtegesetz konkret, § 630a BGB leicht erklärt: Vertragstypische Pflichten beim Behandlungsvertrag, § 630c BGB leicht erklärt: Mitwirkung der Vertragsparteien; Informationspflichten, § 630d BGB leicht erklärt: Einwilligung und § 630e BGB leicht erklärt: Aufklärungspflichten

Die Dokumentationspflichten im Patientenrechtegesetz sind komplex ausgestaltet und abhängig vom Einzelfall. Sollte es auf sie im Falle einer Arzthaftungssache ankommen, wird Sie hierüber ein Fachanwalt für Medizinrecht umfassend informieren, wie es sich in Ihrem konkreten Fall verhält. Nur soviel:

Beweislastumkehr bei Vorliegen eines einfachen Befunderhebungsfehlers

Geschrieben von DZPR am in BGH Urteil

BGH, Urteil vom 13.09.2011 Az: VI ZR 144/10

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat seine Rechtsprechung zu dem einfachen Behandlungsfehler bestätigt. Danach kann auch ein einfacher (also nicht nur der grobe) Behandlungsfehler zu einer Umkehr der Beweislast führen, wenn es sich um den sog. Befunderhebungsfehler handelt. Dies stellt das Gericht unter die Bedingung, dass im Falle der korrekten Befunderhebung durch den Arzt sich mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein reaktionspflichtiges positives Ergebnis gezeigt hätte und sich die Verkennung dieses Befundes als fundamental erweist und/oder die Nichtreaktion hierauf als grob fehlerhaft darstellen würde.

Grober Behandlungsfehler als Missachtung von elementaren medizinischen Grundregeln

Geschrieben von DZPR am in BGH Urteil

BGH Urteil vom 20.09.2011 – VI ZR 55/09

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in dieser jungen und neuerlichen Entscheidung den Begriff des groben Behandlungsfehlers präzise formuliert. Gesicherte medizinische Erkenntnisse, deren Missachtung einen Behandlungsfehler als grob erscheinen lassen, sind nicht ausschließlich  die Erkenntnisse, die Eingang in Leitlinien, Richtlinien oder anderweitige ausdrückliche Handlungsanweisungen, so die Klarstellung des Gerichts in der Entscheidung.