Beiträge mit Tag ‘Schmerzensgeld’

Schadensersatz im Bereich Arzthaftungsrecht

Geschrieben von DZPR am in Allgemein, Schmerzensgeld

„Ich will Schadensersatz“ ist einer der häufigsten Sätze von Mandanten gegenüber Ihrem Anwalt. Was der Jurist unter Schadensersatz versteht, ist umfangreich. Es geht natürlich um den Ausgleich eines nicht freiwilligen Vermögensopfers (im Gegensatz zur Aufwendung, die auf Freiwilligkeit beruht).

Es gibt zahlreiche Anspruchsgrundlagen im Arzthaftungsrecht, vertragliche, deliktische etc. (zum Beispiel: § 630a Abs. 1 BGB oder § 823 Abs. 1 BGB). Jede Anspruchsgrundlage hat andere Tatbestandsmerkmale, die erfüllt sein müssen, damit der Anspruch bejaht werden kann. Selbst wenn der Anspruch, wie es juristisch heißt „dem Grunde nach“ besteht, ist die Höhe desselben noch unklar. Dabei wird in der Regel nur der Vermögensschaden ersetzt (§ 249–252 BGB), ein Ersatz für immaterielle Schäden, Stichwort „Schmerzensgeld“, gibt es nur ausnahmsweise (§ 253 BGB), wobei ein mögliches Mitverschulden des Patienten bei der Höhe des Schadens berücksichtigt wird (§ 254 BGB).

Durch Ärztepfusch sterben 5 mal mehr Menschen als im Straßenverkehr

Geschrieben von DZPR am in AOK-Gesundheit, Patientenrechtegesetz

Sind 7.500 Todesfälle in deutschen Kliniken vermeidbar?

Nach dem aktuellen AOK-Krankenhausreport sterben jährlich ca. 18.800 Krankenhaus-Patienten an Behandlungsfehlern bzw. Komplikationen nach ärztlichen Behandlungen. Laut Expertenmeinung könnten fast die Hälfte dieser Todesfälle vermieden werden. Erschreckenderweise sind hygienische Mängel eine häufige Ursache für Behandlungsfehler mit Todesfolge. Somit würde eine bessere Händedesinfektion oftmals ausreichen, um die Anzahl der Todesfälle zu verringern.