Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht bevollmächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens in bestimmten Fällen (z.B. Koma, geistige Behinderung) bestimmte ausdrücklich in der Vollmachtsurkunde benannte Angelegenheiten (Bankgeschäfte etc.) für Sie bestimmen zu dürfen.

Dadurch soll in der Regel eine gerichtlich angeordnete Betreuung vermieden werden. Die Betreuung ist nämlich mit einer Reihe von Kosten verbunden, so zum Beispiel für den Betreuer (derzeit ca. 44 €/Stunde) und den Sachverständigen, der für das Gericht psychiatrisch prüfen soll, inwieweit Sie Ihre Geschäfte selbst erledigen können (ca. 2.000 € jährlich).

Der nicht unerhebliche Nachteil einer Vorsorgevollmacht ist die Missbrauchsgefahr. Zwar soll die Vorsorgevollmacht nur in bestimmten Fällen gelten, jedoch ist derjenige, dem die Vollmachtsurkunde vorgelegt wird, nicht verpflichtet diese Voraussetzungen zu prüfen, also ob Sie zum Beispiel tatsächlich im Koma liegen. Er darf darauf vertrauen, dass der Bevollmächtige nicht über die Vollmachtsurkunde verfügen könnte, wenn die Voraussetzungen der Vollmacht nicht vorliegen.

Wie eine Vorsorgevollmacht zu formulieren ist, hängt in erster Linie von Ihren individuellen Bedürfnissen und Anforderungen ab. Hierbei kann Sie ein Notar, Fachanwalt für Familienrecht oder Fachanwalt für Medizinrecht qualifiziert beraten.

Patientenverfügung


Gern erstellen wir auch für Sie einen kompletten Vorsorgeordner, in dem alle wichtigen Dinge - begonnen bei der Kontrolle Ihrer Versicherungsverträge bis hin zur Abfasung eines Testamentes - geregelt sind.